Vietnam – der Dreiteiler (South)

5 Wochen. 35 Tage. 840 Stunden. Davon insgesamt 10 Tage im Süden von Vietnam. Weitere 10 Tage in der Mitte von Vietnam und die restlichen 15 Tage im schwülen Norden.

Unsere Reise beginnt in Ho Chi Minh City (im Süden). Nicht nur die zweit größte Stadt in Vietnam sondern auch, die Stadt mit den meisten Mopeds (Tipp: bei dem Überqueren der Straße dies mittels Handzeichen anzeigen und NIEMALS rückwärts gehen). Nun ja, Juli/August ist nicht gerade der günstigste Zeitpunkt um Süd-Ost-Asien zu bereisen, da es dort Anfang der Regenzeit ist d.h es ist nicht nur verdammt heiß sondern auch verdammt schwül. Wobei wir im Süden mit ein paar kühleren Tagen (etwa 26 bis 30 Grad) noch Glück haben. Die heftigen Regengüsse hingegen sorgen jedoch für eine drückende Luftfeuchtigkeit, die durch die hohen Temperaturen nicht gerade angenehmer gestaltet wurde. Sowohl mit als auch ohne Regenjacke sind wir also nass geschwitzt.  Ja, das klingt doch nach Spaß!

Mal abgesehen davon bietet Südvietnam einige Sehenswürdigkeiten, die man entweder eigenhändig oder anhand einer 1-Tages-Tour abklappern kann (an Reisebüros, die sämtliche Touren in Vietnam anbieten, fehlt es nämlich nicht). Wir entschlossen uns für einige Touren mit Guides. Schön gemütlich rumkutschiert werde dazu Verpflegung und Hotel inklusive. Klingt doch toll!

Ho Chi Minh City Tour: 

half day trip (7:00-12:00 Uhr) ohne Verpflegung, englischsprachiger Tourguide á 355.000 Dong

Los ging es im Independence Palace. Auszeichnen tut dieser sich durch seine bedeutende Geschichte für die Wiedervereinigung des Staates Vietnam und auch im Allgemeinen ist es interessant durch das Gebäude zu laufen und beispielsweise in den Bombenschutzkeller zu gehen, der sich mit denen des Zweiten Weltkrieges in Deutschland nicht vergleichen lässt. Daraufhin folgte der Notre Dame im Stadtzentrum, den wir jedoch leider nur von außen besichtigten konnten.  Zu Fuß von dort erreicht man dann problemlos das Post Office erbaut in den 1880er Jahren, welches mit Menschenmassen gefüllt ist, die sich zum Einen an der Geschichte des Gebäudes erfreuen und zum Anderen durch die Souviniershops wuseln. Zu guter letzt und das Highlight der Tour war das War Museum. Es ist nicht nur mit zahlreichen Bildern (viele davon von Toten oder mit Menschen, die unter den Folgeschäden von Agent Orange leiden) ausgestattet sondern auch mit Waffen, Panzern und Kriegsfahrzeugen.

 

3-Day Mekong River Tour:

3 Tage und 2 Nächte mit Verpflegung, englischsprachiger Tourguides á 2.700.000 Dong

Tag 1: Bei dieser Tour werden die Touristen mit einem Bus von Ort zu Ort gebracht. Unser erster Stop ist eine viel besuchte Pagode, bei der gerade eine Messe abgehalten wird. Von dort aus ist es nur noch eine kurze Fahrt bis zu einer nahegelegen Stadt in der wir eine Bienenfarm besuchen, den lokalen Tee trinken und dazu lokale Früchte serviert bekommen während eine traditionelle Band für uns Musik spielt. Von dort aus nehmen wir durch den schmalen Kanal kleine Boote für jeweils vier Personen und werden zu einer Farm bei der Kokossüßigkeiten hergestellt werden, chauffiert. Wir lassen uns die Produktion erklären und bekommen die Chance eine Würgeschlange zu halten und können Schnaps trinken in dem Skorpione und Schlangen eingelegt sind. Von dort aus geht unsere Gruppe auf ein großes Boot, welches uns über den Mekong Fluss zu einem im Dschungel gelegenem Restaurant bringt. Nachdem Essen werden wir in ein Hotel  in Can Tho gebracht und unser erster Tag endet.

 

 

Tag 2: Wir stehen früh morgens auf um die sogenannten Floating Market zu besuchen. Hierbei verkaufen Einheimische Obst und Gemüse (und und und) von ihren Booten aus auf dem Mekong Fluss. Nachdem wir wieder an Land anlegen leihen wir uns ein Fahrrad und fahren zu einer Affenbrücke und jeder hat einmal die Chance sie zu passieren. Von dort aus besuchen wir eine kleine einheimische Reisnudelproduktion. Später am Tag fahren wir weiter mit dem Bus in den Süden und begeben uns in den Urwald. Dort nehmen wir ein Schnellboot durch die Sümpfe und steigen um in ein schmales Paddelboot. Gegen Ende können wir einen im Dschungel gelegenen Aussichtsturm besteigen und erhalten einen atemberaubenden Blick über die Landschaft. Von dort aus fahren wir weiter nach Chau Doc, wo wir die zweite Nacht verbringen.IMG_1119

Tag 3: Ein weiterer Morgen an dem wir früh aufstehen. Ein Teil unserer Gruppe nimmt ein Schnellboot nach Kambodscha, der Rest der zurückkehrt nach Ho Chi Minh fährt mit einem kleinen Boot zu einer Floating Fischfarm und bekommt nun die Chance das Zuhause einer muslimischen Familien in Vietnam zu besuchen und die lokale Moschee zu besichtigen. Wir machen uns nun auf den Rückweg nach Ho Chi Minh von Chau Doc aus.IMG_1169

Cu Chi tunnels and Cao dai temple tour:

ganztägiger Trip (7:00-18:00 Uhr) mit Verpflegung, englischsprachigem Tourguides á 520.000 Dong

Die Teilnehmer der Tour bekommen abseits des Besuchs des Cao das Tempels inklusive einer traditionell abgehaltenen Messe, auch eine Manufaktur für Gemälde, die aus Eierschalen von behinderten Menschen hergestellt werden, zu sehen. Von dort aus besucht man dann die im Urwald liegenden Cu Chi Tunnel und bekommt einen guten Einblick über die  damaligen Kriegszustände in Vietnam. Es werden einem Fallen anschaulich erklärt und wer möchte bekommt die Chance mit einer AK47 zu schießen. Zu guter Letzt werden die Tunnel, die so schmal sind dass man in der Hocke kriechen muss, betreten.

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Alle drei Touren im Süden buchten wir über das Reisebüro TNK Travel in Ho Chi Minh und waren mehr als zufrieden. Die Guides waren stets bemüht und wir hielten uns viel abseits des Haupttourismusstroms auf. Der Teilnehmer konnte auswählen zwischen einem 2-Sterne,3-Sterne und 4-Sterne Hotel. Allergien wurden berücksichtigt und das Essen war wirklich köstlich. 

 

 

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3 Gedanken zu “Vietnam – der Dreiteiler (South)

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