Machen Kleider Leute?

Gucci, Palace, Fendi oder Off-White. Ist es wirklich wichtig, welche Marken wir tragen, ob sie namenhaft und teuer sind, ob es nur eine begrenzte Stückanzahl gibt und wir eine Niere verkaufen müssen, um in dessen Besitz zu geraten? Macht uns das wirklich aus? Wollen wir uns wirklich dadurch definieren?DSC04640.1Damals mit 12 Jahren war es die GGL-Handtasche, die einen besonders gemacht hat. Mit 14 Jahren brauchte man unbedingt eine Longchamp-Tasche. Dann als man 16 Jahre wurde, musste die Longchamp unbedingt durch eine echte Michael Kors ersetzt werden und wenn man es wirklich allen zeigen wollte, dann hatte man auch noch UGG-Boots und eine Levis Jeans. And so on and so on. Das ist die Realität, in der ich aufgewachsen bin, in der ich mitziehen wollte und mich weniger wertvoll als Mensch gefühlt haben, wenn es nicht geklappt hat.

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Die wirklichen Helden sind alle, die damals schon wussten, dass es nicht darauf ankommt wie viele Marken wir gleichzeitig tragen. Dass wir durch Markenbekleidung nicht die Freunde fürs Leben, einen gut bezahlten Job und eine bezahlbare Wohnung im Stadt Zentrum finden werden.
Es kommt doch viel mehr darauf an, dass wir uns wohl in unserer Haut fühlen und das auch nach außen tragen können und am besten alle in unserer Umgebung mit nach oben ziehen. Das beste Beispiel ist Rihanna, die selbst einen Kartoffelsack aussehen lässt, wie die teuerste Designerrobe und dass alles nur durch ihre positive Energie.DSC04606.1
Was nicht heißen soll, dass wir jetzt alle Designerware boykottieren sollten. Ob du nun das Kleidungsstück, das deine positiven Vibes hervorhebt, online shoppst, wie ich meine neue Übergangsjacke z.B. bei Snipes, oder ob du dich richtig selbstbewusst in dem Teil von Designer XY fühlst, es kommt immer darauf an, dass der Träger die Kleidung ausmacht.


Übrigens meinen Air Max 270  gibt es auch noch in anderen Farben!

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13 Gedanken zu “Machen Kleider Leute?

  1. Ich finde Kleider machen Leute, wobei die Marke dabei ganz egal ist. Das kann auch eine Jeans aus Lidl sein, sofern man alles hübsch aufeinander abstimmt. Ich selbst trage sehr gerne Esprit, aber auch Sachen aus Lidl etc. Mit muss optisch gefallen und der Preis muss stimmen. Dies vermittle ich auch meinen Kids. Sie sollten tragen was gefällt, da muss nicht fett ein Label auf der Brust oder so getragen werden – die inneren Werte zählen. Bin stolz, dass meine 12 jährige das auch so lebt 8)…alles eine Sache der Einstellung und wie wir es als Eltern vorleben

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  2. Pingback: Machen Kleider Leute? – productwarrior

  3. Daß man als Teen in seiner Clique modetechnisch immer im Zwang steckt, liegt in der Natur der Sache. Danach sollte man seinen eigenen Style gefunden haben – und der hat für mich nix mit Designerkram oder „gerade angesagt“zu tun. Wenn’s so ist: Prima, nur dann wird der Spaß eben teuer. Letztlich geht’s wirklich nur darum, daß ich mich in meinen Klamotten wohlfühle. Und warum ich es vorziehe, mir nicht von anderen Leuten erzählen zu lassen, was in ist, liegt an dieser schönen Geschichte…: http://www.maerchen.net/classic/a-k_kleider.htm In diesem Sinne. :-)))

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  4. Viel wichtiger ist doch, dass man gesund ist und glücklich. Guter Stil ist toll, der braucht keine Marken. Qualität ist auch toll und wichtig, dann braucht man auch nicht viel Neues und auf Tauschparties kann man tolle „neue“ Teile finden 🙂 Einfach mal das Buch „Das Kleiderschrankprojekt“ lesen, das ist super spannend 🙂

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  5. Sicherlich hat man Lieblingsmarken. Oder -macken? 🙂 Aber wichtiger ist die eigene Identität, das Sich- Wohlfühlen, das sehe ich ähnlich wie @crizzly.
    Bei uns hier in der Gegend gab es mal einen Klamotten- Anbieter für „kleines Geld“, der hatte vor der Ausgangstür einen Automaten aufgebaut, an dem sich die Leute Marken- Etiketten ziehen konnten. Als seine ganz individuelle Protest- Variante.

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  6. Kleider machen definitiv Leute und zwar nicht nur Markenklamotten, sondern einfach durch den Stil. Durch Kleidung macht man immer die Zugehörigkeit zu einer Gruppe deutlich, selbst wenn man zu gar keiner Gruppe gehören will, dann gehört man eben zu denen, die zu niemandem gehören wollen. Also was man auch macht, Kleidung setzt immer ein Statement. Auch wenn sie fehlt.

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  7. schon bei mir machte es einen Unterschied, ob wir Addidas oder Nike, Wrangler oder Levis trugen mit Pelikan oder Geha schrieben. Die Markenwahl verriet angeblich unsere Gruppenzugehörigkeit, unsere Werte und Einstellungen…

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  8. Aloha!
    Eine, meiner Meinung nach, wirklich gute Einstellung. Es kommt halt tatsächlich nicht auf die Marken an die du trägst, solange sie dir nicht dabei verhelfen, dich zu dem Menschen zu machen, der du sein willst. Deshalb finde ich es andererseits auch so bedauerlich, dass sich so extremst viele immer in einem „aktuellen“ und dadurch schon im Großteil der Gesellschaft etablierten Style verlieren, der durch die Angepasstheit an die Masse, die eigene Identität zu begraben droht. Ob Marke oder No-Name ist letztendlich individuell, ich für meinen Teil beides, wobei auch ich höchstwahrscheinlich bestimmte Marken bevorzuge, die Hauptsache ist, man fühlt sich wohl und kann dem Auftreten gerade dadurch seinen eigenen Stempel verpassen 🙂
    Ich wünsche noch ein schönes Wochenende!

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